Fachtag am kommenden Wochenende

Am kommenden Wochenende ist es so weit. Der Fachtag "Integration vor Ort  - Willkommensinitiativen in Mittelsachsen" findet am Samstag, 17. September, von 10 bis 18 Uhr in der Hochschule Mittweida statt. Heute können wir auch die letzten Referent_innen bekannt geben:

Moderation: Prof. Dr. phil. Christoph Meyer, Fakultät Soziale Arbeit, Hochschule Mittweida

Input I: Zahlen und Fakten - Zur aktuellen Situation Asylsuchender im Landkreis Mittelsachsen

Wie in ganz Deutschland war auch im Landkreis Mittelsachsen im Jahr 2015 ein Anstieg der Zahl Geflüchteter zu verzeichnen. Erstaufnahmeeinrichtungen des Freistaates wurden eröffnet, Gemeinschaftsunterkünfte und Wohnprojekte geschaffen, die Betreuung und Begleitung von Migrant_innen organisiert und die Stabstelle Asyl neu strukturiert. Der Vortrag soll einen Einblick in aktuelle Entwicklungen geben.

Annett Schrenk, Gleichstellungs- und Ausländerbeauftragte, Landratsamt Mittelsachsen

Input II: Ehrenamt im Spannungsfeld - Zur Arbeit von Willkommensinitiativen im Landkreis Mittelsachsen

Das vergangene Jahr bot vor allem für die Zivilgesellschaft enorme Herausforderungen, die zu meistern nicht immer einfach war. Willkommensbündnisse schossen überall aus dem Boden, ehrenamtlich Engagierte leisteten Enormes und sprangen dort ein, wo Verwaltungsstrukturen sowie kommunale wie auch kreisweite Einrichtungen sich noch organisierten. Seitdem ist viel geschehen, die Arbeit hat sich professionalisiert und wurde durch hauptamtliche Stellen unterstützt. Dennoch sind gerade in Mittelsachsen Verantwortungsbereiche und Strukturen noch nicht klar umrissen. Der Workshop gibt beispielhaft Einblick in die Arbeit von „Willkommen in Döbeln“.

Judith Sophie Schilling, Koordinatorin, Willkommen in Döbeln

Input III: Betreuung und Beratung - Zur Flüchtlingssozialarbeit im Landkreis Mittelsachsen

Flüchtingssozialarbeiter_innen befinden sich sowohl in engem Kontakt mit Geflüchteten, als auch mit ehrenamtlich Engagierten, Behörden und Einrichtungen des Landkreises. In dieser Schnittstelle sind klare Verantwortungsbereiche wichtig, aber auch die Kenntnis jener, die sich mit engagieren und in Notsituationen helfen können. Der Vortrag wird die Aufgaben und Hürden der Flüchtlingssozialarbeit beleuchten.

Christine Poppitz, Jugendmigrationsdienst, Diakonie Rochlitz

Workshop I: Verstehen und Verständnis - Sprachförderung durch ehrenamtliche Kurse

Mit der Gründung vieler Willkommensbündnisse wurden von Beginn an auch Deutschkurse von Ehrenamtlichen angeboten. Diese werden all jenen angeboten, die aufgrund ihrer Herkunft nicht bei offiziellen Bildungsträgern und an Integrationskursen teilnehmen dürfen. Die Vermittlung von Deutschkenntnissen ist ein wichtiger Aspekt der Teilhabe und Integration, bietet aber auch ganz eigene Herausforderungen. Der Workshop gibt Hilfestellungen zur Gestaltung und dem Aufbau ehrenamtlicher Deutschkurse.

Kerstin Bender, Stiftung für die Internationalen Wochen gegen Rassismus

Workshop II: Integration durch Austausch - Von der Begegnung zur Patenschaft

Dort wo Heimleitungen und Flüchtlingssozialarbeiter_innen an ihre Grenzen kommen, springen immer häufiger Ehrenamtliche ein und unterstützen Geflüchtete auf ihren Wegen zu Behörden, zum Arzt, zur Bank, aber auch in ihrer Freizeit. Der Workshop soll Hilfestellungen geben und anhand von Best practice Beispielen zeigen, wie Patenschaften zielgerichtet und effektiv, aber auch miteinander und auf die Bedürfnisse der Patinnen und Paten sowie der Geflüchteten abgestimmt funktionieren können.

Sven Böttger, Sprecher und Patenschaftskoordinator, Coswig – Ort der Vielfalt

Workshop III: Teilhabe als Prozess - Einbindung Geflüchteter in Willkommensinitiativen

Mit der Gründung von Willkommensinitiativen haben sich viele Bürger_innen stark in der Arbeit mit Geflüchteten gemacht. Dabei sollte bei allen Angeboten und Aktionen immer die Bedürfnisse und Bedarfe der Menschen, mit denen gearbeitet wird, beachtet werden. Der Workshop soll Hinweise und Tipps im Bereich der Einbindung Geflüchteter in die Arbeit von Willkommensinitiativen geben.

Franz Hammer und Solvejg Höppner, Mobiles Beratungsteam des Kulturbüro Sachsen e.V.


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